Sonntag, 16. Dezember 2007
50. KW
Diese Woche war ich dann das zweite und dritte Mal bei dem Komvux-Sprachkurs. Der Weg dahin beträgt etwa 3 km, aber daher er recht eintönig ist und fast aus Lund herausführt, wirkt es so als ob es viel weiter ist. Außerdem wirkt es so, als ob ich einen kleinen Umweg fahre. Die direkte Linie wird aber durch eine Autobahn zerschnitten. Ich habe jetzt aber mal auf der Karte nach einem direkteren Weg gesucht und werde den am Montag dann mal ausprobieren.
Viel Zeit habe ich in dieser Woche auch darauf verwendet um Java mit Prolog zu kombinieren. Prolog benötigen wir für unser "Design of Business Rules Systems"-Projekt (DBRS). Aber irgendwie scheitere ich daran. So kämpfen wir in der Kleingruppe mehr mit technischen Schwierigkeiten als mit der Aufgabe selber. Aber das ist ja immer so bei Uni-Programmier-Aufgaben. Wenn jemand Tips bzgl. Java-Prolog-ODBC (ja an eine Datenbank müssen wir das auch noch anbinden, Schwierigkeiten werden also eher größer) hat, ich nehme die dankbar an. Eigentlich ist das Projekt ziemlich interessant. Wir müssen für eine Firma ein Webshop o.ä. programmieren, in dem die Business Rules nicht im Programmcode sondern in Prolog-Rules abgespeichert werden. Ich finde das eine interessante Aufgabe, wenn da nicht die technischen Schwierigkeiten wären.
Apropos technische Schwierigkeiten. Um an meinem Fahrrad die Beleuchtung und Bremse hinten zu reparieren, habe ich es am Freitag mit in mein Zimmer genommen. Eigentlich ist das ja schnell erledigt. Aber als das Fahrrad dann da so rumstand ist es dann einfach umgefallen. Der Grund: (mein Fahrrad fällt nicht grundlos um) das Hinterrad ist (mittlerweile war) platt. Also ausbauen und Schlauch überprüfen. Das Loch war am Ventilhuckel-Ansatz, also schlecht zu flicken. Daher ich eh kein Flickzeug hatte, beschloss ich einen neuen Schlauch zu kaufen. Das habe ich dann Samstag versucht. Nach einem DBRS-Gruppentreffen. Da hatten die Fahrradläden schon zu. Also habe ich dann Flickzeug im Supermarkt gekauft. Und den Schlauch doch geflickt. Bis jetzt hält es.
Das alles also Samstag, den Tag über, abends war das Julfest in der Kalmar Nation. Wieder im Anzug. Das Sittning beschreibe ich jetzt nicht, das habe ich ja schon an anderer Stelle gemacht. Besonders war, das das ja das letzte Fest im Semester war und die jetzigen Kuratoren danach aufhören. Sie haben ihren Nachfolgern Einstiegsgeschenke gemachtund die neuen den alten Abschiedsgeschenke. Außerdem wurden die Nationmitglieder, die sich regelmäßig um Essen oder Bar o.ä. kümmern mit Orden ausgezeichnet.
Nach dem Essen gab es einen "Longdance" (zumindest ist das die englische Übersetzung die ich auf die Frage: Was passiert jetzt? gekriegt habe), d.h. alle sind in einer Schlange einmal lautsingend um den Block gerannt. Hinter der Fahne der Nation her. Und alles mitten in der Nacht. Also ziemlich verrückt, aber auch witzig.
Außerdem habe ich diese Woche und die zwei Wochen davor im Pub Piraya gearbeitet. Zweimal in der Küch und in der Mitte in der Bar. Von den Malen in der Küche habe ich noch ziemlich viel Essen eingefroren. Beim ersten Kochen gab es Kassler mit Reis und Broccoli. Beim zweiten Kochen Julschinken mit Kartoffelpüree und zum Nachtisch Milchreis mit süßer Sahne und Apfelsine. Den Kassler wird es dann gleich als Abendessen geben.
Ich kann noch ein paar Worte zum Thema Fahrrad schreiben: habe die 6000km mit diesem Fahrrad vollgemacht, und bin 5 von 800km in Lund entfernt. Diese 795km bin ich in 45:58 Stunden gefahren.

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